Madagaskar
Dankschreiben aus Madagaskar
Liebe Musikerinnen und Musiker, lieber Detlef,

Wir wollten uns nochmals ganz, ganz herzlich für Euer Konzert bei uns in Antseranantsoa bedanken. Den Kindern hat es riesig gefallen! Was ihr nach Eurer Abfahrt nicht mehr mitbekommen habt ist, dass unsere Schüler so begeistert von Eurem Konzert waren , dass sie (eigentlich schon im Dunkeln) alle wieder auf die Bühne sind und nochmals ihr Lied und alle anderen Lieder die sie so kennen gesungen haben. Tage später ist einer von unseren kleinsten Jungs mit einer Blockflöte fiepend durch unser Center getanzt und hat ziemlich originalgetreu Eure Spielbewegungen nachgemacht. Ihr seht also, ihr habt Spuren hinterlassen...

Wir haben den Tag mit Euch sehr genossen.

Ganz vielen lieben Dank auch für Eure Spende, die ihr noch für uns vor Eurem Abflug gesammelt habt. Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut und ihr habt ja bestimmt in Madagaskar mitbekommen, wie günstig für uns gesehen vieles ist, und dass wir mit Eurer Spende entsprechend viel erreichen können!!!

Am nächsten Tag haben wir ein Basketballturnier mit den Schülern veranstaltet und die Gewinnerteams wurden mit den schönen CD´s und Bleistiften von Euch belohnt. Natürlich haben wir aber von jeder Aufnahme ein paar Exemplare für unsere Bibliothek behalten.

Wir hoffen, ihr habt Euren Aufenthalt auf Madagaskar genießen können und behaltet uns in guter Erinnerung,

mit herzlichen Grüßen von der Lemureninsel,

Alle Kinder aus Antseranantsoa, Vévé und Stefan.
Ausschnitt aus der Homepage der Deutschen Botschaft in Antananarivo
125 Jahre deutsch-madagassischer Freundschaftsvertrag

"Friede, Freundschaft und gutes Einvernehmen solle für alle Zeit zwischen den Herrschern von Madagaskar und Deutschland gelten, ihren Erben und Nachkommen und ihren Völkern und Menschen."

So lautet der erste Artikel des deutsch-madagassischen Freundschaftsvertrags, der vor 125 Jahren, am 15. Mai 1883, zwischen dem Generalsekretär Kaiser Wilhelms I und den Gesandten Königin Ranavalona II im Berlin abgeschlossen wurde.

Zahlreiche Veranstaltungen und Feierlichkeiten ließen diesen besonderen Geburtstag zu einem großen, zehn Tage andauernden, Fest werden. Zwei Ausstellungen in der Innenstadt Antananarivos, die mit maßgeblicher Unterstützung des Goethe Zentrums/ CGM organisiert wurden, zeigten zum einen die historischen Bedingungen dieses Vertragsabschlusses, zum anderen die heutige, moderne Partnerschaft zwischen den beiden Ländern in kultureller und entwicklungspolitischer Hinsicht. Das Landesjugendorchester Baden Württemberg , das die deutsche Botschaft speziell zu diesem ungewöhnlichen Fest eingeladen hatte, gab mehrere Konzerte, teilweise gemeinsam mit madagassischen Musikern, auf die das Publikum mit Begeisterung reagierte. Darunter ein Konzert im Schülerwohnheim Antseranantsoa des deutsch/madagassischen Vereins Ny Hary in der ca. 100 km westlich der Hauptstadt gelegenen Stadt Miarinarivo, ein weiteres zum 100sten Geburtstag des Deutschunterrichtes und Gründung des Lycée Gallieni/ Andohalo, sowie ein OpenAir Konzert im "Jardin Ambohijatovo" in der Innenstadt Antananarivos.

Auch die dreimalige Aufführung Berthold Brechts "Dreigroschenoper" in madagassischer Sprache brachte ein Stück Deutschland in die Hauptstadt. Eine sehr gelungene Veranstaltung war auch die Lesung im Goethe Zentrum/ CGM aus dem Buch "Madagaskar - Tage unseres Lebens", in dem eine Gruppe jugendlicher Autoren aus dem Stadtteil Antohomadinika, in dem der Verein "ATD Tiers Monde" eine Stadtteilbibliothek betreibt, unter Anleitung der deutschen Kinderbuchautorin Nasrin Siege, eigene Geschichten aus diesem armen Stadtteil in deutscher und madagassischer Sprache herausgegeben hat.

Der Besuch des Afrikabeauftragten des Auswärtigen Amtes, Herrn Matthias Mülmenstädt, unterstrich die große Wertschätzung und Anerkennung dieser Freundschaft durch Deutschland. Beim Empfang in der Residenz des Botschafters "Villa Berlin", am 16.05.2008, betonten er sowie der Botschafter und auch der Außenminister Madagaskars ihre Entschlossenheit, diese besondere Freundschaft weiter zu vertiefen und zu festigen.

Parallel zu diesem Ereignis fand eine viertägige internationale Handelsmesse in Antananarivo statt, die « Foire de Madagascar » (FIM). Dies gab den deutschen Akteuren aus Wirtschaft und WZ, in Madagaskar sowie aus Deutschland, die Möglichkeit, sich unter dem Motto der 125jährigen Beziehungen zu präsentieren. Die Bundesrepublik Deutschland nahm zum zweiten Mal an dieser vor drei Jahren ins Leben gerufenen Messe teil.

Im Pavillon der deutschen Botschaft wurden u.a. deutsche Umweltprojekte mit Bezug zu Ressourcenschutz und erneuerbaren Energien vorgestellt. Die Besucher konnten sich über das Engagement der Deutschen Welle sowie mögliche Stipendien, u.a. des DAAD für Studium und Forschung, in Deutschland informieren.

Die Präsenz des Afrikavereins der deutschen Wirtschaft, der Handelskammer Hamburg sowie einiger deutscher Firmen aus dem Technologiebereich zeugte davon, dass sich die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiter entwickeln.

Der Präsident Madagaskars, Marc Ravalomanana, begann seinen offiziellen Messerundgang anlässlich des Jubiläums am deutschen Pavillon. Er nahm sich außergewöhnlich viel Zeit, um sich über die verschiedenen Bereiche des deutschen Engagements in Madagaskar informieren zu lassen.

Beim anschließenden Empfang der Botschaft auf dem Messegelände feierten Madagassen und Deutsche, darunter auch der Wirtschafts- und Handelsminister, der Umweltminister und der Verkehrsminister sowie einige Senatoren, gemeinsam mit dem Afrikabeauftragten Matthias Mülmenstädt und zahlreichen Vertretern deutscher Institutionen und Firmen die erfolgreiche wirtschaftliche und entwicklungspolitische Zusammenarbeit der beiden Länder.
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125ème anniversaire du Traité d\'amitié germano-malgache

"Friede, Freundschaft und gutes Einvernehmen solle für alle Zeit zwischen den Herrschern von Madagaskar und Deutschland gelten, ihren Erben und Nachkommen und ihren Völkern und Menschen."

""Tsy hisy ady, fa fihavánana sy fifankahalalàna tsara, no hisy mandrakizay

amin´i Her Majesty Mpanjaka ny Madagasikara sy His Majesty Emperor ny German, Mpanjáka ny Prussia sy amin´ny Mpandova sy Mpandimby azy, ary amin´ ny vahóaka sy ny olona amin´ ny Fanjakán\'ny Madagasikara sy ny German Empire".

Ci-dessus la teneur de l´article 1 du Traité d´amitié germano-malgache qui fut signé le 15 mai 1883 à Berlin entre le Secrétaire général de l´Empereur Wilhelm I et l´envoyé de la Reine Ranavalona II et qui reflète la volonté d´une pérennité des bonnes relations entre les deux pays. Plusieurs manifestations et festivités se sont déroulées durant ces 10 jours de célébration.
125 Jahre deutsch-madgassischer Freundschaftsvertrag - LJO-Bläserensemble in Madagaskar
Am 15. Mai 2008 jährte sich die Unterzeichung des deutsch-madagassischen Freundschaftsvertrages zum 125. Mal. Das Auswärtige Amt plante im Rahmne der "Aktion Afrika" in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Antananarivo die offiziellen Feierlichkeiten auf der von Deutschland 8000 Kilometer entfernten viertgrößten Insel der Welt. Das Landesjugendorchester Baden-Württemberg erhielt die Einladung das kulturelle Rahmenprogramm zwischen dem 9. und 19. Mai zu gestalten und entsendete ein 11köpfiges Blechbläserensemble.


STATEMENTS:

"Es war eine Ehre für mich, bei einem solch hohen Anlass nach Madagaskar eingeladen worden zu sein." - [Max Eisenhut, Posaune]
LJO Bläsertruppe in Madagaskar
Madagaskar - Flora und Fauna
Madagaskar - Land & Leute
Die Programmpunkte für das Bläserensemble im Detail:
09. Mai.
Landung nach 14 Stunden Flug in Antananarivo

Austellungseröffnung:
10. Mai:
Stadtführung unter der Leitung von ehemaligen madagassischen Straßenkindern, die im Rahmen eines durch Deutschland unterstützten Förderprojektes auf den Beruf des Reiseleiters bzw. Stadtführers vorbereitet werden.


STATEMENTS:

"Die Armut dort ist schon sehr erschreckend." - [Max Eisenhut, Posaune]

Stadtführung:
11. Mai:
Besichtigung eines Lemurenparks und Konzert im Schülerwohnheim Antseranantsoa in Mirarinarivo

Dem Bläserensemble wurde die Ehre zuteil, die neu errichtete Bühne im Schülerwohnheim mit dem Konzert einweihen zu können. Hunderte von Kindern aus dem Heim und aus umliegenden Schulen bestaunten Instrumente, die sie noch nie zuvor erlebt hatten und lauschten deren Klängen, die sie noch nie zuvor in dieser Form zu hören bekamen. Die Kinder waren hellauf begeistert.
Zur Einstimmung des Konzertes zeigten die Schüler ihren deutschen Freunden einen extra für diesen Anlass einstudierten Tanz.

Im Anschluss an das Konzert wurden die deutschen Musiker durch die Anlage geführt und waren über die Komplexität dieses Förderprojektes unter der Leitung des deutsch-madagassischen Ehepaares Yvette (Vevé ) Randrianomanana und Stefan Büschelberger sehr begeistert. Bewundernswert ist das Konzept, den Kindern nicht nur ein Heim zu bieten, sondern ihnen mit dem Heranführen an die Arbeiten in der Landwirtschaft und für die Viehzucht Grundlagen für ihren eigenständigen Start ins Leben zu geben.

Mit nur 36,- Euro Jahresbeitrag für den in Kirchheim/Teck ansässigen Förderverein wird eine Reisration für ein Kind für ein gesamtes Jahr gesichert. Ehrlicher und direkter kann Hilfe kaum ankommen.....


STATEMENTS:

"Das Schülerwohnheim Antseranantsoa hat mir gezeigt, dass es noch Möglichkeiten gibt in seriöser Weise für Hilfsprojekte in der dritten Welt zu spenden. Über 99% des Geldes kommt dort an, wo es hingehört." - [Max Eisenhut, Posaune]

Schülerwohnheim Antseranantsoa in Mirarinarivo:
12. Mai:
Offizielle Eröffnung der Ausstellung zum Jubiläum 125 Jahre deutsch-madagassischer Freundschaftsvertrag in Ananlakely, mitten in Antananarivo
13. Mai:
Workshop mit madagassischen Musikern. Ziel war die Erarbeitung gemeinsamer Konzertbeiträge für die Festveranstaltung am 15. Mai im CGM( Goethezentrum in Antananarivo).

Workshop:
14. Mai:
Ausflug in den Regenwald, ca. 160 km von Antananarivo entfernt
15. Mai:
Eröffnung des gemeinsamen Büro´s der GTZ (Gesellschaft zur technischen Zusammenarbeit) und der KFW-Bankengruppe, sowie Festveranstaltung im CGM aus Anlass des Jubiäums. Etwa dreistündiges Konzert mit den madagassischen Musikern, die am Workshop teilgenommen hatten.

Eröffnung GTZ:
16. Mai:
Offizieller Empfang des Deutschen Botschafters Dr. Wolfgang Moser in der "Villa Berlin".
17. Mai:
Konzert im Lycée Gallieni, dem Gymnasium, an dem vor 100 Jahren als erstes in Madagaskar deutsch unterricht wurde.

sowie open-air-Konzert im Jardin d´Ambojatovo, einem Park mitten in Antananarivo. In diesem Park bzw. auf dieser Bühne finden alljährlich auch Internationale Jazztage statt.


STATEMENTS:

"Es war interessant zu sehen, wie das madagassische Publikum, das ja überhaupt keine europäischen Hörgewohnheiten hat, sich von unserer - nicht immer 100% eingänglicher- Musik begeistert zeigte." - [Max Eisenhut, Posaune]
18. Mai:
Besichtigung des Kaiserinnenpalastes vor den Toren Antananarivos sowie Abschied und Flug nach Deutschland.
Und so haben wir Madagaskar "gerockt":
Jazzimprovisation als Workshop-Ergebnis mit madagassischen Musikern:
LJO-Blechbläserensemble, Konzertausschnitte:
LJO-Blechbläserensemble, Konzertausschnitte:
Die Nationalhymne Madagaskars; LJO-Blechbläserensemble mit madagassischen Sängern anlässlich des Empfangs beim Deutschen Botschafter Dr. Wolfgang Moser:
Film des Atelier CGM anläßlich eines Workshops des LJO mit madagassischen Musikern. Sie hören ein madagassisches Saxophon-Quartett mit einem im Workshop erarbeiteten Musikstück:
Rundfunk-Werbetrailer zum Besuch des LJO in Madagaskar:
Zweiter Rundfunk-Werbetrailer zum Besuch des LJO in Madagaskar:
LJO in Madagaskar
Zu den Feierlichkeiten anlässlich des 125. Jahrestags des deutsch-madagassischen Freundschaftsvertrages am 15. Mai 2008 waren Musiker des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg eingeladen, das kulturelle Rahmenprogramm mit zu gestalten.

Die Reise fand im Rahmen der "Aktion Afrika" statt und wurde aus Mitteln des Auswärtigen Amtes finanziert.
Innerhalb der letzten zwei Jahre kam es
zu wechselseitigen Staatsbesuchen des
Bundespräsidenten Horst Köhler bzw. des
Präsidenten der Republik Madagaskar
Marc Ravalomanana.

Die jungen Musiker des Landesjugend-
orchesters Baden-Württemberg waren sich
der Bedeutung ihres Auftrags bewusst,
die deutsch-madagassischen Freundschafts-
beziehungen mit Leben zu erfüllen.

Eines der Spitzen-Jugendorchester Deutschlands
zu solch einem Anlass einzuladen, konnte kaum
symbolträchtiger sein.







Madagaskar heißt euch willkommen
"Schülerwohnheim Anteranantsoa"
LJO-Bläserensemble auf der Tropeninsel Madagaskar
Deutsch-madagassische Jubelfeier mit Posaunen und Trompeten

Bläserensemble des Landesjugendorchesters Baden-Württemberg flog im Mai auf die ferne Tropeninsel / Vorfreude war bei madagassischen Musikliebhabern riesengroß

Von Klaus Heimer, Antananarivo

Das seit Gründung im Jahre 1972 von Chefdirigent Christoph Wyneken (66) geleitete Landesjugendorchester Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart hat in den vergangenen Jahrzehnten vor zahlreichen gekrönten und ungekrönten Häuptern gespielt, Zehntausende Musikfreunde im In- und Ausland begeistert und zahlreiche junge Talente gefördert, die auf Landes- und Bundesebene bei "Jugend musiziert" stets ganz vorne zu finden sind.

Vor Kurzem hatte das vielfach ausgezeichnete Ensemble eine ehrenvolle Einladung von der fernen und immer noch geheimnisumwitterten Tropeninsel Madagaskar erhalten. Dort wurde Mitte Mai die 125. Wiederkehr der Unterzeichnung des allerersten deutsch-madagassischen Freundschaftsvertrages mit "Pauken und Trompeten" gefeiert. Ein 13-köpfiges Bläserensemble unter Leitung von Landesjugend-Orchesterdirektor Detlef Hartmann war am Freitag, 9. Mai, die 8000 Kilometer lange Reise in die Heimat von Pfeffer und Vanille angetreten, in der etliche Auftritte auf dem Programm standen.

Die musikalischen Botschafter aus Baden-Württemberg, die studienbedingt in ganz Deutschland verstreut sind, hatten sich intensiv auf diese exotische Tour vorbereitet. Und auf der viertgrössten Insel der Welt war die Vorfreude auf den musikalischen Leckerbissen riesengroß. Nur selten kam ein derart namhaftes Orchester, das auf öffentlichen Plätzen, in einer Schule, auf der größten Wirtschaftsmesse des Landes, auf einem Workshop im Goethe-Zentrum, bei einem Empfang der deutschen Botschaft oder der Eröffnung von Ausstellungen zu sehen und vor allem zu hören war.

Die wenige freie Zeit fern der Heimat wurde von den Akteuren dazu genutzt, ein Hilfsprojekt des deutsch-madagassischen Vereins "Ny Hary" aus Kirchheim/Teck in der Kleinstadt Miarinarivo zu besuchen und den dortigen Kindern eines Schülerspeisungs- und Wohnheimprojektes ein Ständchen zu bringen. Ein Abstecher Richtung Ostküste hatte für einen hautnahen Kontakt mit den einzigartigen Lemuren (Halbaffen) gesorgt, die nur auf Madagaskar zu Hause sind.

"Made in Germany" genießt auf der Mosambik vorgelagerten Gewürzinsel im Indischen Ozean, die durch das Lied "Wir lagen vor Madagaskar ." und jüngst durch den Trickfilm "Madagaskar" populär wurde, einen ausgezeichneten Ruf. Nicht zuletzt deswegen hat Staatspräsident Marc Ravalomanana Mitte April zum wiederholten Male mit einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation Deutschland besucht, um die bestehenden Kontakte auszubauen und weiter zu vertiefen. Joshua, einer der Söhne des Staatschefs, hat übrigens in Heidelberg studiert und dort auch buchstäblich "sein Herz verloren".

Das Landesjugendorchester, das zwei Mal im Jahr mit rund 90 Akteuren zu Arbeitsphasen in Musikakademien zusammen kommt, wird Anfang November in Colmar mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet, eine Ehrung, die außer dem Gustav Mahler-Jugendorchester bisher noch kein anderes Ensemble dieser Art entgegennehmen konnte. In Kürze erscheint die erste Label-CD des Landesjugendorchesters mit der 5. Sinfonie von Gustav Mahler, die dann auch international erhältlich sein wird.


Klaus Heimer, Antananarivo
Fotograf, Journalist, Reiseleiter
00261 33 11 64408
Das LJO-Bläserensemble für Madagaskar
Madagassische Eindrücke
"Vozama",
das Alphabetisierungsprojekt von Pater Claude Fritz aus dem Elsass (im Bild) in über 500 Dörfern des südlichen Hochlandes der Tropeninsel Madagaskar, rund um die Städte Ambositra und Fianarantsoa, wird ebenfalls vom deutschen bischöflichen Hilfswerk MISEREOR finanziell unterstützt.
Trotz des täglichen Überlebenskampfes haben die Madagassen nichts von ihrer Lebensfreude eingebüsst.
Diese beiden Frauen aus dem Norden haben bei ihrem Tänzchen eine Gesichtsmaske als Schutz gegen die Sonne, Schönheitssymbol und zur Reinigung der Haut aufgelegt.
Kinder durchwühlen auf der stinkenden Müllhalde der madagassischen Hauptstadt Antananarivo die Abfallberge und klauben all das heraus, was für andere noch von Wert sein könnte. In der Innenstadt gibt es einen gut sortierten Recyclingmarkt.
Die einst dicht bewaldete Insel Madagaskar löst sich langsam aber sicher in Rauch auf. Für die Herstellung von Holzkohle werden Jahr für Jahr weite Teile der Wälder gefällt. Sonnen- und Windenergie werden noch viel zu wenig genutzt.
Ein tanzender Sifaka in voller Aktion. Die putzigen Lemuren (Halbaffen) findet man nur auf der Mosambik vorgelagerten Gewürzinsel Madagaskar in Indischen Ozean.
Zeburinder sind allgegenwär-
tig auf Madagaskar. Sie sind Arbeitstiere und Statussymbol gleichermassen. Die Tiere ziehen Ochsenkarren und helfen beim Pflügen der Reisfelder.
Diese Fischer im Süden Madagaskars haben auf dem Markt der Stadt Fort Dauphin Fische gegen Maniok eingetauscht und kehren nun am Strand entlang in ihr Dorf zurück.
Dieser Knirps am Strand von Ifaty, 25 Kilometer nördlich der Hafenstadt Tulear im Südwesten, bietet Halsketten aus Naturmaterialen zum Kauf an. Im Hintergrund sind gerade Fischerboote vom morgendlichen Fang zurückgekehrt.
Der Lemur Katta tut sich im Berenty-Reservat im Süden der viertgrössten Insel der Welt an Blättern der Sisalpflanzen gütlich.
Im Hochland sind jeweils von Juni bis September Totenumwendungsfeiern, ein Brauch, der die Familien viel Geld kostet. Alle 3, 5 oder 7 Jahre werden die Toten aus dem Gemeinschaftsgrab herausgeholt und in neue Seidentücher eingewickelt. Es wird getrauert, gesungen, gefeiert und getanzt. Die Lebenden erzählen den Toten, was sich Neues getan hat. Am Nachmittag werden die sterblichen Überreste der Vorfahren wieder ins Grabhaus getragen.






Alle Fotos: Klaus Heimer
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